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Ping-Chi
(Waffenkünste)
Eine große Bedeutung im Guo-Shu hat das Erlernen des Umgangs mit Waffen. Die Techniken der bloßen Hand und die der Waffen haben sich gleichzeitig und parallel entwickelt. Manche Waffen kann man als Verlängerung des menschlichen Körpers ansehen. Wer den Umgang mit den typischen Waffen des Shaolin kennt, ist außerdem in der Lage, jedes beliebige Objekt des täglichen Lebens (einen Regenschirm, einen Kugelschreiber, etc.) in ein höchst wirksames Instrument der Selbstverteidigung umzuwandeln. Ping-Chi ist eine Bezeichnung für die im Alten China verwendeten Waffen. Der Umgang mit der Waffe erfordert äußerste Konzentration sowie ein hohes Maß an Selbstkontrolle und innerer Ruhe. Ping-Chi ist keine schnell zu erlernende Technik, sondern eine Kunst, die viel Zeit und Disziplin erfordert. Erst dann kann sich die Faszination der Waffen und das Wissen um deren Wirksamkeit in der gesamten Haltung des Übenden wiederspiegeln.
Sifu Mohssen erläutert, dass in einer ersten Trainingsphase es der Mensch ist, der die Waffe bewegt. In einer zweiten Phase werden Mensch und Waffe eins und schließlich, wenn man einen gewissen Grad der Perfektion erreicht hat, bekommt die Waffe eine eigene Seele, ein eigenes Leben und in gewissem Sinne ist sie es, die den menschlichen Körper bewegt |
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Im Unterricht wird der Umgang mit Pang (Kurzstock, ca. 60 cm), Kun (Langstock, ca. 175 cm), Tao (Krummsäbel mit einer Schneide), Chien (klassisches gerades Schwert mit zwei Schneiden), Tyan Tao (Hellebarde), Kuai (Tonfa), Tieh chih (Sai), Chua (Kama; ein Band mit einem Haken am Ende) vermittelt.
Die verschiedenen Angriffs- und Abwehrtechniken werden ausgiebig geübt und in Partnerübungen vertieft. Auch zusammenhängende Formen (siehe Dao/Guo-Shu) und der freie Kampf mit abgepolsterten Waffen gehören zur Disziplin.
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